Was zeichnet einen guten Bogenschützen aus?

    Diese Frage möge jeder für sich selbst beantworten. Wenn man es aber an Trainingsfortschritten und Turniererfolgen festmachen möchte, geht es am schnellsten, wenn diese drei Dinge beherzigt werden:

    1. Training

    2. Training

    3. Training

    Wer macht das konsequent?

    Auch diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten.

    Eines aber fällt auf: Bei jedem Training und wann immer möglich steht eine Person vor der Scheibe und trainiert. `Nichts besonderes, ich trainiere ja auch viel`, denkst du? Mag sein.

    Training und Training können jedoch zwei völlig unterschiedliche Dinge sein.

    Manche Bogenschützen stehen an der Schusslinie und trainieren. Fragst du sie, woran sie gerade arbeiten, erntest du häufig ein Achselzucken oder eine Larifari-Antwort. Das ist eine Art des Trainings.

    Andere dagegen stehen an der Schusslinie und trainieren. Fragst du diese Schützen, woran sie gerade arbeiten, bekommst du eine klare Antwort. „Ich übe das richtige Lösen des Pfeils“, „ich probiere gerade einen anderen Stand aus“, „ich will jetzt endlich richtig nachhalten“ oder „ich teste gerade meine neuen Pfeile“, „ich schieße meine neue Sehne ein“, „ich versuche die richtige Standhöhe zu finden“. Das ist die andere Art des Trainings.

    Alle lassen sich gerne helfen und nehmen Ratschläge an, aber die Schützen, die in der zweiten Variante trainieren, testen anschließend intensiv, ob das Empfohlene auch gut für sie ist. Und genau DAS macht den Unterschied.

    Letztlich muss ein Schütze jemanden haben, zu dem maximales Vertrauen besteht. Diese Person muss gar nicht zwingend als Trainer fungieren, oftmals ist ein Pate schon ausreichend. Der Unterschied zwischen Trainer und Pate? Dialog auf Augenhöhe.

    Und wie wird so etwas möglich? Diese Frage kann jeder nur…., nein, dieses Mal nicht. Dieses Mal gibt es eine klare Antwort: gegenseitige Wertschätzung und viel Vertrauen.

    Und nun zur Überschrift dieses Artikels. Von 372 auf 534, was bedeutet das eigentlich?

    Es gibt jemanden, der startete in die Turniersaison Halle 2020 am 03.11.2019 in Sittenbach mit einem Turnierergebnis (2 x 18m, insgesamt 60 Pfeile) von 372 Ringen. Naja, etwas mehr ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon drin. Aber nun, es läuft nicht immer wie gewünscht. Klar aber ist, dass es auf diesem Niveau nicht weitergehen soll.

    Also trainiert diese Person von dort an noch intensiver. An jedem Turnier nimmt sie teil, verbessert sich von Mal zu Mal. Sie trainiert und trainiert und trainiert. Natürlich Training der Variante 2.

    Pünktlich zum Saisonabschluss – 5 Monate nach Sittenbach – dann der Riesenerfolg: Beim 11. PSV-Indoor-Turnier am 01.03.2020 legt sie ein Ergebnis von 534 Ringen hin! Sieg bei den Recurve-Damen, sogar Lokalmatadorin Laura Scherler lässt sie hinter sich. Ihr Bestergebnis überhaupt, beste Schützin bei den SC-UG Bogenschützen und sage und schreibe 162 Ringe mehr als zu Saisonbeginn. Alle Achtung.

    Wir gratulieren

    Christiane Schatta 

    zu diesem grandiosen Erfolg!

     

    PS: Wenn es jemand bereut, dass kurze Zeit später der Lockdown über Deutschland hereinbricht, dann sie.

    Ach ja: 372 und 534 haben Gemeinsamkeiten, weiß jemand welche ? Die Kommentarfunktion ist offen 😉